Freunde, Freunde, Freunde…

Was war das bitte für 1 Wochenende? Heiß ist dafür kein Ausdruck. Der Wettergott meinte es fast ein wenig zu gut. Die Sonne brannte erbarmungslos, die Bands gaben alles und ihr wart wie eh und je einsame Spitze. Ausgelassene Stimmung allen Ortes, keine Aggressionen, nur pure Party!

Vielen, Vielen Dank für das tolle Jubiläum und eines der schönsten Spirits was wir erleben durften. Nicht zu vergessen einen dicken, fetten Applaus auch an unsere gesamte Crew, die sich einmal mehr den sprichwörtlichen Arsch aufgerissen hat, um das Ding in der Brandenburger Pampa aus dem Boden zu stampfen.

Nichts desto trotz wissen wir natürlich, dass nicht alles ganz fehlerfrei und reibungslos ablief, auch wenn wir diesen Idealzustand gerne gehabt hätten. Wir haben die bisherige Kritik natürlich schon zur Kenntnis genommen und wollen uns dahingehend auch zu einigen Dingen äußern, einfach weil einiges völlig falsch dargestellt wurde bzw. um euch einen besseren Einblick zu geben, warum es nun eigentlich woran gehakt hat, um es hoffentlich im nächsten Jahr abzustellen:

Zu der immer wiederkehrenden Preisdiskussion: Ja wir können es selbst nicht mehr hören, aber die Preise im hiesigen Markt steigen seit Jahren beständig, egal ob das der Mietwagen für den Bandshuttle oder der Fuhrpark für tausende von Bauzäunen ist. Produktionskosten steigen von Jahr zu Jahr, dies kann auch jeder andere Veranstalter bestätigen. Nur mal um die Sache an einem kleinen Beispiel zu erklären: Für das 3. Spirit-Festival in Magdeburg 2009 mussten wir an die liebe GEMA rund 2000 Euro Gebühr zahlen. Mittlerweile liegen diese Kosten bei 17.000 Euro. Von diesen Gebühren haben lediglich die Bands einen Bruchteil, aber weder ihr, noch wir haben davon irgendwas. Trotzdem müssen alleine für diesen Posten ca. 400 Leute ein Ticket kaufen, um diese Kosten zu decken. So kann man das Spielchen unendlich fortsetzen. Je größer das Festival, desto größer die Kosten.

Das Spirit-Festival läuft dank euch solide. Wir haben uns (toi toi toi) noch nie in die Nesseln gesetzt, wie das manch anderem Festival leider schon passiert ist. Dadurch können wir auch Bands und Crew anständig für ihre harte Arbeit entlohnen. Der Ticketpreis ist in den letzten 3 Jahren auf konstanten 45 Euro (VVK, Early Bird) geblieben. Mehr als ganz knapp über der schwarzen Null kommt dabei aber auch nicht rum. Das Risiko, vielleicht doch mal ein Jahr richtig Pech zu haben, steht in keinem Verhältnis zum Gewinn. Auch wenn uns gerne Mal Gegenteiliges vorgeworfen wird: Wir machen dieses Festival und auch schon den Vorgänger aus Leidenschaft zu „unserer“ Musik und nicht aus wirtschaftlichen Gründen. Dafür gibt’s weitaus bessere Alternativen um Geld zu verdienen. Dieses Ding ist unser Kind und mittlerweile von absolut ahnungslos zu doch recht ordentlich gewachsen.

Kommen wir zum größten Problem des Wochenendes – Die Hitze und das Wasser!

Der Wettergott meinte es in diesem Jahr extrem gut mit uns. So gut, dass uns gleich mal das wärmste Wochenende des Jahres aufgebrummt wurde. Das stellt Mensch und Maschine immer wieder vor ungeahnte Probleme. 2 Tage liefen unsere Dusch- und WC Container auf Anschlag und das relativ problemlos. Dann kam die Nacht auf Samstag und irgendjemand war der Meinung, den Wasseranschluss für die Allgemeinheit zu „sabotieren“. In Folge dessen liefen unsere Wasserspeicher halb leer, bevor das Problem behoben werden konnte. Das führte dann zu der katastrophalen Wassersituation am Samstagmittag, so dass wir leider die Duschen und einige Toiletten bis Sonntag früh sperren mussten.

Um das ganze kurz zu erläutern: Auf dem gesamten Gelände liegt kein wirklicher Wasseranschluss. Demzufolge ist die Wasserversorgung jedes Jahr aufs Neue eine logistische Mammutaufgabe. Uns steht lediglich ein kleiner Brunnen mit Trinkwasserqualität in der hintersten Ecke des Geländes zur Verfügung, welcher wiederum keine riesigen Mengen in kurzer Zeit fördert. Um das Problem zu umgehen, haben wir 2 riesige Vorratssäcke mit bis zu 80m³ Wasser schon Tage vorher befüllt.
Aufgrund der Hitze haben in diesem Jahr allerdings 3x so viele Leute wie noch im Vorjahr unsere Flatratebändchen gekauft. Trotz dieser Mehrzahl konnten wir diese Problematik bis Samstag früh noch relativ gut abfangen. Über Nacht konnten sich die Wasserspeicher erholen. Bis eben besagter „Besucher“ der Meinung war, „nach fest kommt ab“. In Folge dessen ergoss sich fast die Hälfte der Speicher in den Staub von Niedergörsdorf. Da der Brunnen nur rund 4m³ Wasser in der Stunde schafft, aber rund 8m³ bei der Wärme verbraucht worden, konnten wir ab Samstagmittag nur noch ein Minimum der Versorgung stellen, sprich WC´s und einen reparierten Schlauch zum Kanister/Flaschen befüllen.

Das diese Situation bei der Wetterlage katastrophal war ist uns selbst mehr als bewusst und dafür können wir uns nur nochmals entschuldigen. Mit dieser Form der höheren Gewalt konnten auch wir nicht rechnen. Bleibt für nächstes Jahr die Erkenntnis, dass wir uns noch mehr Absicherung für den Unglücksfall überlegen müssen.

P.S.: Da einige Wenige schon während des Festivals unsere Crew extrem forsch angegangen sind: Es wird niemand gezwungen die Flat zu kaufen. Es war und ist jederzeit möglich für die einmalige Nutzung direkt an den Container zu zahlen. Wenn sich Gäste allerdings am Donnerstag ein Bändchen kaufen, um dann ausgerechnet Samstag nachmittags 2x duschen gehen zu wollen (Originalaussage), wissen wir auch nur schwer darauf angemessen zu reagieren. Und auch hier noch mal der Hinweis: Niemand verdient bei der Flatrate auch nur einen müden Euro, im Gegenteil. Wir zahlen da fast immer drauf.

In einigen Kommentaren war zu lesen, dass angeblich kein Wasser mit auf das Gelände genommen werden durfte. Dem können wir nur vehement widersprechen. Es war ab Einlass am Donnerstag gestattet, Wasser in PET Flaschen mit vor die Bühnen zu nehmen. Des Weiteren haben wir über 90 Kisten Wasser an die ersten Reihen während der Konzerte verballert, damit uns da niemand abklappt während er/sie die Lieblingsband feiert. Den Schuh ziehen wir uns also nicht an!

Ein letzter Punkt der sehr oft kritisiert wurde, war der Umgang mit bestimmten Bands auf T-Shirts etc. Als erstes sei hierzu gesagt, dass wir keine offizielle Ansage dahingehend getätigt haben, außer natürlich bei ganz krassen Verfehlungen, sprich Nazikacke etc. Leider haben einige wenige Secus ein wenig zu rigoros aussortiert und dabei gerne mal Bands der viel titulierten Grauzone aussortiert. Ganz egal wie der Einzelne oder wir persönlich zu den jeweiligen Bands stehen, sowas geht natürlich gar nicht klar, zumal Mailorder auf dem Gelände dann noch deren Platten verkaufen. Dafür müssen wir uns ebenfalls bei den Leuten entschuldigen, die dadurch eventuell Ärger hatten. Das Problem wird in der internen Auswertung natürlich angesprochen. Nichts desto trotz muss man leider auch sagen, dass unsere harten Kontrollen berechtig sind, wenn man sieht was der ein oder andere so als „Oi“ ansieht. Haltet eure Szene sauber und feiert nicht mit brauner Scheisse. Wir weisen jedes Jahr darauf hin, dennoch kriegen es einige Hohlköppe nicht in ihren Schädel.

Das soll es aber auch gewesen sein fürs Erste. Ihr seht hoffentlich, dass wir eure Kritik ernst nehmen und auch alles lesen. Wenn ihr weitere Verbesserungsvorschläge oder sachliche Kritik habt schreibt dem Chef gerne persönlich hier bei Facebook (https://www.facebook.com/spiritconcerts) oder per eMail. Ansonsten beantworten wir natürlich auch hier eure Fragen.

Wir kehren dann mal weiter die Reste des Wochenendes zusammen. Postet gerne eure Videos oder Fotos in die Veranstaltung oder auf diese Seite. In den nächsten Tagen werden sicher einige Bilder von uns kommen. Des Weiteren geben wir dann auch noch bekannt, wohin ihr euch wenden könnt, wenn ihr etwas verloren habt. Alles was wir einer Person/Adresse zuordnen können, schicken wir postalisch zu.

Danke noch einmal ausdrücklich für 10 Jahre Punkrock, Oi und Ska mit euch allen!

P.S.: In all der Hektik haben wir doch glatt vergessen uns ausdrücklich bei der Gemeinde Niedergörsdorf und natürlich speziell dem Alten Lager zu bedanken. Mittlerweile belagern wir seit 6 Jahren das kleine Örtchen, verursachen ab und zu nächtliche Unruhe in der Ferne und ein Staus zur Anreisezeit. Und trotzdem dürfen wir stets wiederkommen. Danke liebe Gemeinde!

Christian & seine tollkühne Crew!

Der Countdown läuft ...
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